Es ist schon einige Zeit her, dass ich mit der Aufzucht von Bonsais begonnen habe.
1988 bekam ich ein Buch über Bonsais geschenkt und war verzaubert. Ausprobiert habe ich das gelernte auch gleich indem ich einige Baum-Samen eingepflanzt habe, damals in Schweden in einer kleinen sonnigen Ecke im Garten. Es war auch eine Kiefer dabei, und ein paar Jahre war ich begeistert. Als der Umzug kam, habe ich sie dagelassen.
In meinem eigenen Garten in Buzios habe ich auch welche gezogen, und deutlich bessere Ergebnisse erhalten.
Ich erinnere mich, am Straßenrand bei einem "Pflanzenverkäufer" einen merkwürdigen Nadelbaum gefunden zu haben: bläulich mit kleinen Spitzen, eine dunkle Rinde, und eine erstaunliche, deformierte, kriechende Form; wie sich herausstellte war dies eine "Tuia jacaré". Als halbkaskade gebaut war sie wirklich schön.
Bei diesem Verkäufer erwarb ich zahlreiche native Bäumchen für kaum Geld. Darunter zwei gelbe Ipês, die zwar nie geblüht, aber überlebt und ihre Form erhalten haben: einen im "streng aufrechten", den anderen im "geneigtem Stamm"-Stil. Allerdings wäre das klassische Dreieck mit längeren Ästen unten, hier nicht geeignet gewesen: die Bäume zeigen in der Natur einen langen, hellen und kahlen Stamm und weit oben eine ovale Kuppel aus hellen Blättern, oder leuchtend gelben oder rosafarbenen Blüten! Tabebuia spec. (wikipedia: Tabebuia)
Wieder ein Umzug, und die Bäume wieder nicht mitgenommen / nehmen können. Die Tuia lebt heute noch. Ungepflegt aber sie sieht immer noch gut aus.
Und nun in Deutschland, habe ich wieder mit nativen Bäumchen angefangen. Daher dieser Blog :)
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